Der nächste öffentliche Abend mit Vortrag für Gäste findet am Mittwoch, den 5. Mai 2021 statt. Aus Infektionsschutzgründen können die Treffen derzeit nur virtuell stattfinden.

Beginn ist um 19:30 Uhr. Um Anmeldung via Mail wird gebeten!

Quelle: JMG/Pixelio.de

Für den nächsten Abend haben wir uns das Thema Sterbehilfe vorgenommen. Ein gleich in mehrfacher Hinsicht schwieriges Thema. Es zwingt uns, uns mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen und mit der Frage, welche Wünsche wir selbst für unser Lebensende haben und wie wir mit den Wünschen anderer Menschen, auch und gerade uns nahestehender Personen, umgehen. Die Rechtslage hat sich in den vergangenen Jahren verändert und es gibt eine breite und aktuelle Debatte, in Deutschland und Europa. Unsere Vortrags- und Diskussionsabende vermitteln nicht nur Wissen, eine Loge ist schließlich keine Volkshochschule. Es geht uns vor allem auch um ein wertschätzendes Gespräch miteinander. Auch und gerade schwierige Themen sind gut geeignet, das einzuüben und uns selbst und unsere Schwestern und Gäste besser kennenzulernen. 

Einige aktuelle Informationen zum Vorbereiten oder Vertiefen:

Der nächste öffentliche Abend mit Vortrag für Gäste findet am Mittwoch, den 7. April 2021 statt. Aus Infektionsschutzgründen können die Treffen derzeit nur virtuell stattfinden.

Beginn ist um 19:30 Uhr. Um Anmeldung via Mail wird gebeten!

Quelle: JMG/Pixelio.de

In der "Zukunftswerkstatt Freimaurerin" werfen wir einen Blick auf die Geschichte der Freimaurerei und denken die Kette der Freimaurer und Freimaurerinnen weiter in die Zukunft. Was war es, was in früherer Zeit die Kraft der freimaurerischen Idee ausgemacht hat? Ist es identisch mit dem, was uns heute begeistert? Und wie wird es in der Zukunft sein? Beispielsweise 20 Jahre von heute an, wo werden sich die Freimaurerinnen treffen? Wie werden sie sich begegnen? Wer wird Mitglied der Logen sein? Es ist ein faszinierender Gedanke, mit Menschen über die Epochen in einer gemeinsamen Idee verbunden zu sein. Der Blick in die Geschichte und die Phantasiereise in die Zukunft schärfen den Blick für das Hier und Jetzt. Was kann Freimaurerei heute in der Gesellschaft leisten? Gibt es etwas, was über die Mitglieder zu unserem Gemeinwohl beitragen kann?

Der nächste öffentliche Abend mit Vortrag für Gäste findet am Mittwoch, den 3. März 2021 statt. Aus Infektionsschutzgründen können die Treffen derzeit nur virtuell stattfinden.

Beginn ist um 19:30 Uhr. Um Anmeldung via Mail wird gebeten! Quelle: JMG/Pixelio.de

Der nächste öffentliche Abend mit Vortrag für Gäste findet am Mittwoch, den 3. Februar 2021 statt. Aus Infektionsschutzgründen können die Treffen derzeit nur virtuell stattfinden.

Beginn ist um 19:30 Uhr. Um Anmeldung via Mail wird gebeten! Quelle: JMG/Pixelio.de

 

Care-Arbeit neu bewerten

Nachdenken über Basisleistungen für ein gutes Leben (ein Auszug)

Für die eine Form des Arbeitens wird eine Person entlohnt, die andere verrichtet sie unbezahlt. Zur unbezahlten Arbeit, die im Gegensatz zur Erwerbsarbeit auch als Care-Arbeit oder reproduktive Arbeit bezeichnet wird, zählen Tätigkeiten wie Putzen, Einkaufen, Rasenmähen, das Sich-Kümmern um Kinder oder die Pflege von Familienmitgliedern.

Schmerzlich erfahren mussten wir in den letzten Monaten, dass diese Arbeit keineswegs gleichmäßig in unserer Gesellschaft verteilt ist. Vor allem berufstätige Eltern, die sich plötzlich mit der ganztägigen Betreuung ihres Nachwuchses befassen mussten, ohne auf die gewohnten Hilfesysteme von Kita, OGS und erweiterte Familie zurückgreifen zu können, kamen täglich an ihre Grenzen; ebenso Angehörige von pflegebedürftigen Personen, die plötzlich ohne Pflegedienst, Tagesbetreuung oder Heimplatz zurechtkommen mussten.

Es ist überfällig, eine sozialpolitische Debatte darüber zu führen, dass die vermeintliche Modernisierung der Geschlechterrollen in der Berufswelt keineswegs dazu führt, die tradierten Leitbilder abzuschaffen. Wenn überhaupt, tut sie dies für einen sehr kleinen privile-gierten Teil der Frauen, die es sich leisten können, ungeliebte haushaltsnahe Tätigkeiten zu delegieren, in der Regel an andere Frauen, die z. B. weniger gut ausgebildet sind. An Migrantinnen, die aufgrund ihrer Rassifizierung oder sozialen Klasse in der jeweiligen Gesellschaft schlechtere Chancen auf Bildung und Arbeit haben.

Ist es also moralisch verwerflich, sich von Care-Arbeit freizukaufen? Das kommt darauf an. Entscheidend ist, wie die outgesourcte Arbeit bezahlt wird und wie sich diese Entscheidung strukturell auswirkt. Das Netzwerk Vorsorgendes Wirtschaften weist darauf hin, dass Erwerbsarbeit Waren für den Markt produziert, während die reproduktive Arbeit Lebensmöglichkeiten schafft. Dem momentanen Wirtschaftssystem, dass Care-Arbeit weitgehend unberücksichtigt lässt, sind dadurch Kinder- und Altersarmut sowie der Pflegenotstand systemimmanent.

Barbara Thiessen, Professorin der Fakultät für Soziale Arbeit an der Hochschule Landshut, hält es für den falschen Weg, pauschal höhere Gehälter für die sogenannten SAHGE-Berufe zu fordern. »Es braucht eine ausdifferenzierte Arbeitsbewertung, sonst trivialisiert es die tatsächlichen Anforderungen«, meint sie. Für die öffentliche Debatte um professionelle Care-Tätigkeiten bedeutet das: mehr Sachlichkeit und Systematik.

Und im Privaten? Wie lässt sich hier eine einigermaßen gerechte Verteilung ermöglichen? „Eine Ökonomie, die Care-Arbeit nicht einbezieht, ist niemals nachhaltig.“ Daher muss Erwerbsarbeit radikal verkürzt werden. Unbezahlte Sorgearbeit muss gesellschaftlich anerkannt und aufgewertet werden. Die Hälfte der Sorgearbeit steht den Männern zu und jede*r Bürger*in erhält ein existenzsicherndes Grundeinkommen! Dadurch wird ein radikaler Wandel der Arbeitswelt möglich.

Wir bemühen uns auf unserer Webseite um korrekte Inhalte und Darstellung. Ihre Mitteilung bzw. Ihr Feedback kommt an bei kontakt@freimaurerinnen-constantia.de