The Square Magazine

Selbstbeschreibung: 

"Published independently of all Grand Lodges, The Square Magazine brings you in-depth and thought provoking articles on all aspects of Freemasonry written by the leading Masonic writers from around the world."
"Das unabhängig von allen Großlogen herausgegebene The Square Magazin bietet Ihnen ausführliche und zum Nachdenken anregende Artikel zu allen Aspekten der Freimaurerei, die von führenden freimaurerischen Autoren aus der ganzen Welt verfasst wurden."

Die Publikation erscheint digital unter thesquaremagazine.com und sei allen empfohlen, die in englischer Sprache über Freimaurerei lesen wollen. Es gibt Artikel und Informationen zu sehr unterschiedlichen aktuellen und historischen Themen, kenntnisreich und zumeist unterhaltsam. Ein echter Tipp!
 

Marco Frenchkowski: Die Geheimbünde. Eine kulturgeschichtliche Analyse

Auszug aus dem Klappentext: 

"Seit den Mysterienbünden der Antike haben geheime Gesellschaften Eingeweihte und Außenstehende fasziniert. Das Spektrum ist breit: Illuminaten, Freimaurer, Rosenkreuzern daneben tätige (P2) und kriminelle (Yakuza, Triaden, Mafia) Gruppen..."

Das Buch von PD Dr. Marco Frenchkowski ist eine Einführung in das Thema Geheimbünde, wobei sein besonderes Interesse auf Gruppen liegt, über die noch nicht so viel geschrieben wurde. Die Freimaurer werden daher nur der Vollständigkeit halber erwähnt, aber auf insgesamt 13 Seiten wenig ausführlich beschrieben. Eine dieser Seiten befasst sich auch mit Freimaurerinnen.

Grundsätzlich sind die eigentlichen Kapitel sehr kurz, doch jedes Unterkapitel verfügt über eine eigene Literaturliste. Dies macht es einfach, mehr über eine bestimmte der zahlreichen aufgeführten Gruppen zu erfahren.
Das Buch ist in einem wissenschaftlichen Stil geschrieben, der jedoch auch für Laien verständlich ist. Den Beschreibungen der verschiedenen Gruppen vorangestellt ist eine kulturphänomenologische Typologie der Geheimbünde, die auch die Einschätzung ihrer gesellschaftlichen Bedeutung zu verschiedenen Zeiten ermöglicht.
Das Buch, das die Basis für weitere Lektüre bilden kann und einen Einblick in die Kulturgeschichte der Geheimbünde liefert, wird der interessierten LeserIn Freude bereiten.

erschienen im Matrixverlag Wiesbaden, 5. Aufl. 2012, ISBN 978-3-86539-926-7

 

Ich bin Freimaurerin und Freimaurerei ist ich

Dieser Gastbeitrag von Constantia-Schwester Inka im Blog "Hagen unterwegs" wurde im Sommer 2020 veröffentlicht. Er ist ganz zeitlos und so nehmen wir ihn gerne in unsere Sammlung von Lesetipps auf.

Um mich richtig einzustimmen, habe ich die Texte der beiden Brüder gelesen.

Es gibt viele Übereinstimmungen, aber genauso viele Dinge, die ich anders sehe. Das ist nur natürlich. Die Freimaurerei ist auf der einen Seite zutiefst persönlich – auf der anderen Seite jedoch einfach nur menschlich.

Wenn Du selbst dafür bereit bist, lässt die Freimaurerei positive Wesensarten aus Dir heraus, die Du bis dato nicht gekannt hast.

Auf diesen Satz möchte ich gerne genauer eingehen.
Normalerweise ist die Welt voll von Gegensätzen (Liebe – Hass, hell – dunkel, gut – böse, usw.).
Die Freimaurerei ist durch und durch positiv. Sie hat tatsächlich keinen Gegensatz. Nicht nur das: Sie kann Gegensätzlichkeiten überbrücken. Wer an sich arbeitet, also bereit ist, mit Hilfe der Freimaurerei seine Ecken und Kanten zu bearbeiten – der benutzt die Freimaurerei in einem ihrer vielen Sinne: Aus guten Menschen bessere zu machen.
Zugegeben, das klingt sehr theoretisch. Viele fragen sich immer wieder, wie das denn praktisch funktionieren kann. Aus meiner Sicht ganz einfach: Neugierig sein, über den Tellerrand schauen, anderen Menschen bewusst zuhören, andere Meinungen (im ethischen Rahmen) akzeptieren, empathisch sein, …

Einige werden jetzt einwerfen: „Dafür brauche ich doch nicht Freimaurer zu werden.“
Nein, tatsächlich nicht. Denn die Freimaurerei ist nur ein Weg, aber nicht der Weg.

Damit kommen wir zu einem weiteren schönen Punkt. DEN Weg gibt es in der Freimaurerei nicht. Ich schrieb im ersten Absatz, wie zutiefst persönlich die Freimaurerei ist. Sie passt sich jedem Menschen individuell an. Sie erwartet nichts. Außer, dass man seinen Weg geht. „Der Weg ist das Ziel.“

 Weiterlesen bei HAGEN UNTERWEGS

 

Oh Schreck, was ist denn das?...

... so habe ich mich gefühlt als ich neulich dieses Buch in der Bücherei entdeckt habe. Das Begleitbuch zu den drei Fernsehdokus, die Anfang 2014 bei ARTE und im ZDF gezeigt wurden, kommt mit einer Buchumschlaggestaltung daher, die eine Freimaurerin zusammenzucken lässt. Sind wir doch schon wieder in höchst unwillkommene Umgebung gesetzt worden! 

Wir FreimauerInnen sehen uns nicht als Geheimbund. Daher stellt dieses Buch die Freimaurerei meines Erachtens zunächst einmal nicht nur in eine falsche, sondern auch in eine diskriminierende Nachbarschaft zu den anderen im Buch aufgeführten "Geheimbünden": Skull and Bones, Opus Dei, P2, Prieure de Sion, Illuminaten, Rosenkreuzern, Templer und Mysterium Mithras. 

Die Umschlaggestaltung mag der Vermarktungsstrategie geschuldet sein, das Kapitel zur Freimauerei, das übrigens von keinem der auf dem Umschlag genannten Autoren, sondern von Holger Diedrich, Historiker und Politikwissenschaftler, freier Journalist und Drehbuchautor, geschrieben wurde, stellt die Freimaurerei weitgehend korrekt und detailliert dar.  Es handelt sich hier allerdings nicht um eine wissenschaftliche Darstellung, sondern um guten Populärjournalismus. Die Autoren teilen die "Geheimbünde" in gute und böse Vereinigungen ein. Schlecht weg kommen vor allem Skull and Bones, P2 und Opus Dei, die Freimaurer kommen auf knapp 40 von 360 Seiten mit Abstand am besten weg. Bleibt die unangenehme Nachbarschaft und der Eindruck, der entsteht, wenn man nicht das ganze Buch gelesen hat. Auch die im hinteren Teil des Buches abgehandelten bekannten Verschwörungstheorien machen dies nicht besser.

Sehr erfreulich ist aber der am Ende des Freimauer-Kapitels befindliche Appell, endlich die Freimaurerei vorurteilfrei anzusehen:

„Es hat sich einiges getan. Die Gesellschaft hat sich verändert. Die Freimaurer auch. Was noch fehlt, ist eine öffentliche Meinung, welche die Freimaurerei in Deutschland als das ansieht, was sie wirklich ist: keine geheime Weltregierung, sondern eine der vielschichtigsten Organisationen, die Europas Geschichte je hervorgebracht hat.“ 

Dem kann man nur zustimmen.

Die  Lektüre dieses Buches ist interessant und liefert Stoff zum Nachdenken, das Begleitbuch zu den Fernsehsendungen ist jedenfalls viel besser als die Sendungen selbst, da es deutlich differenzierter ist und abgesehen vom Buchumschlag ohne reißerische Bilder auskommt.

Warum wir keine Männer aufnehmen?

Schon ein paar Jahre alt, per Zufall sind wir wieder auf unseren Gastbeitrag bei Freimaurer online gestoßen. Durch die Genderdebatte erscheint das Thema in aktuellem Licht. Interessanterweise ist es nach wie vor so, dass uns FreimaurerINNEN nie jemand fragt, warum wir keine Männer aufnehmen.
Der Blog FrauMaurer ist übrigens derzeit nicht aktiv. 

Warum wir keine Männer aufnehmen?

Weil wir eine Frauenfußballmannschaft sind, möchte ich antworten, denn im Sportverein fragt das in der Regel niemand. Auch bei öffentlichen Abenden in meiner Frauenloge ist diese Frage kein Thema. Es erkundigt sich niemand danach. Warum auch? Gibt es doch Logen für Männer, für Frauen und Logen, in denen Männer und Frauen gemeinsam arbeiten. Jeder Mensch kann die für sich passende Umgebung wählen. Das ist das Großartige unserer Zeit. Jede Schwester wird ihre Gründe gehabt haben, sich einer Freimaurerinnenloge anzuschließen. Für mich sind es drei:

In meinem beruflichen Umfeld habe ich zu 80 Prozent mit Männern zu tun und genieße in der Loge das Zusammensein mit Frauen und den hier möglichen Austausch. Die Loge ist eine Werkstatt und ein Übungsfeld für mein Leben und Übung macht die Meisterin. Und wie übt es sich am leichtesten? Mit reduzierter Komplexität. Wer Rechnen lernt, beginnt ja auch mit kleinen Zahlen und einfachen Operatoren. Auch in der Loge funktioniert das Prinzip: wir sind alle Frauen und einander Schwestern. Nicht weniger, aber auch nicht unbedingt mehr. In unserem Leben jonglieren wir dagegen viele Rollen zugleich: Frau, Mutter, Tochter, Ehefrau, Partnerin, Nachbarin, Kollegin, Mitarbeiterin, Chefin, Schwester, Freundin… Jede Rolle hat ihre Besonderheiten und Stolperfallen. In der Loge dürfen wir uns auf den Kern unseres Seins konzentrieren und die zusätzliche Komplexität der Welt für eine Weile ausblenden. Was für eine Wohltat! Nicht zuletzt ist mir persönlich die bewusste Verschwesterung von Frauen als emanzipatorischer und politischer Akt wesentlich.

Für die Zukunft stellt sich mir viel weniger die Frage, WIE die Logen zusammengesetzt sind als die, WIE es uns gelingt, jungen Erwachsenen heute die Relevanz von Freimaurerei auch im 21. Jahrhundert zu vermitteln. Darauf müssen wir in unseren verschiedenen Bauhütten Antworten finden.

https://www.freimaurer.online/2014/11/fraumaurer-warum-wir-keine-manner-aufnehmen/

Seite 1 von 3

sanduhr-2_fotor.jpg

Neue Beiträge der Freimaurerinnen von Constantia

Wir bemühen uns auf unserer Webseite um korrekte Inhalte und Darstellung. Ihre Mitteilung bzw. Ihr Feedback kommt an bei kontakt@freimaurerinnen-constantia.de